Elektroherd, Induktionsherd, Gasherd: Vor- und Nachteile

Wer kennt sie noch: Massekochfelder aus Gusseisen? Günstig in der Anschaffung, aber sie brauchen sehr lange, um richtig heiß zu werden – das ist weder nachhaltig noch wirtschaftlich. Stattdessen ist ein Elektroherd, ein Induktionsherd oder ein Gasherd effizienter.

Wir informieren über die unterschiedlichen Herdarten und zeigen die Vor- und Nachteile.

Elektroherd

Eckdaten des Elektroherds
In vielen deutschen Haushalten zu finden, weil er günstig und einfach zu bedienen ist: Der Elektroherd. Er kann in der Regel immer eingebaut werden und benötigt im Vergleich zum Gasherd keine weiteren Vorkehrungen in der Küche. Bei einem Elektroherd erhitzen ringförmige Heizkörper unter der Glaskeramikplatte das Kochfeld und damit das Kochgeschirr.


Vorteile eines Elektroherds
Die glatte Oberfläche des Elektroherds vereinfacht die Reinigung der Kochplatte und hartnäckigere Spritzer lassen sich mit einem Glaskeramik-Schaber gut entfernen. Zudem ist der Elektroherd recht günstig in der Anschaffung und rangiert zwischen 200 bis 1.500 Euro.


Nachteile eines Elektroherds
Die Heizkörper des Elektroherds erhitzen sich nur langsam, wodurch sich die Temperatur nur träge entwickelt und die Kochplatten eine längere Zeit brauchen, um heiß zu werden. Dabei verbraucht ein Elektroherd mehr Strom im Vergleich zum Induktionsherd, wobei Strom in der Regel auch noch teurer ist als Gas. So dauert es gute sieben Minuten, um ein Liter Wasser zum Kochen zu bringen und das verbraucht 0,26 kWh Strom. Dabei wird die Kochplatte sehr heiß, wodurch Übergelaufenes, wie zum Beispiel Milch, sehr leicht anbrennt. Da die Kochplatte auch nach dem Abschalten noch lange heiß bleibt, geht viel Energie verloren. Zudem besteht Verbrennungsgefahr, wenn fälschlicherweise angenommen wird, die Kochplatte sei bereits abgekühlt – das kann besonders gefährlich für Kinder werden.
 

Induktionsherd

Eckdaten eines Induktionsherds
Der Induktionsherd erfreut sich immer mehr an Beliebtheit, da dieser viele Vorteile besitzt. Die Technik dahinter: Bei einem Induktionsherd wird die Kochplatte selbst nicht erhitzt. Stattdessen befindet sich unter der Glaskeramikplatte eine Induktionsspule aus Draht, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, sobald ein Topf oder eine Pfanne auf die Kochplatte gestellt wird. Die dadurch erzeugte Wärme wird direkt an das Kochgeschirr abgegeben, ohne, dass die Kochplatte selbst heiß wird.


Vorteile eines Induktionsherds
Besonders Familien mit Kindern sind mit einem Induktionsherd auf der sichereren Seite: Da nur das Kochgeschirr erhitzt wird und nicht die Kochplatte selbst, reduziert sich das Risiko von Verbrennungen erheblich. Auch Übergelaufenes brennt dadurch nicht fest. Ein zusätzliches Plus: Topf und Pfanne werden sehr schnell sehr heiß, sodass es lediglich drei Minuten dauert, bis ein Liter Wasser kocht.  So verbraucht ein Induktionsherd ca. 0,18 kWh Strom und ist unter allen Herdarten die günstigste im Stromverbrauch und spart viel Energie.


Nachteile eines Induktionsherds
Zwar ist ein Induktionsherd günstig in der Unterhaltung, doch ist es unter allen Herdarten das teuerste Modell und schlägt mit Preisen von 300 bis 5.000 Euro zu Buche. Dazu müssen noch Töpfe und Pfannen gekauft werden, die speziell für einen Induktionsherd geeignet sind – klassisches Kochgeschirr kann dafür nicht verwendet werden.
 

Gasherd

Eckdaten eines Gasherds
Vor allem in der Gastronomie findet der Gasherd Verwendung, aber auch viele private Haushalte setzen beim Kochen auf Gas. Anders als bei den mit Strom betriebenen Herdarten arbeitet der Gasherd mit einem Gasbrenner direkt an Topf und Pfanne.


Vorteile eines Gasherds
Da bei einem Gasherd mit offener Flamme gekocht wird, erreicht man in kurzer Zeit große Hitze. Der Test zeigt: Es dauert fünf Minuten, bis ein Liter Wasser kocht – und das spart Geld, vor allem auch, weil Gas günstiger ist als Strom. Dabei geht auch wenig Energie verloren, da die Hitze sofort weg ist, sobald die Flamme erlischt. Ein extra Plus: Einen Gasherd gibt es schon ab 100 Euro und es ist damit die günstigste Herdart im Einkauf. Kochfans schätzen die Sichtbarkeit und die feine Dosierbarkeit der Flamme, was ein zielgerichtetes und Auf-den-Punkt-Zubereiten der Gerichte ermöglicht. 


Nachteile eines Gasherds
Das Wichtigste vorweg: Um einen Gasherd installieren zu können, muss die Küche über einen Gasanschluss verfügen. Andernfalls müssen Gasflaschen verwendet werden. Undichte Leitungen, defekte Ventile oder marode Anschlüsse können im Extremfall zu einer Gasexplosion führen, weshalb eine regelmäßige Überprüfung der Gasleitung in Eigenregie neben einem jährlichen Routinecheck durch Experten unbedingt eingehalten werden sollten. Zu beachten ist außerdem, dass man bei einem Gasherd mit offenem Feuer arbeitet, weshalb von einer erhöhten Brandgefahr auszugehen ist und Kinder in der Küche nicht unbeaufsichtigt gelassen werden sowie Textilien nicht zu nah an die Flammen kommen sollten. Wer „einfach mal schnell putzen“ möchte, der wird mit der Reinigung eines Gasherds wenig Freude haben: Die erhöhten Gasdüsen müssen einzeln von Hand gereinigt werden und durch die integrierten Gasbrenner hat der Gasherd keine glatte Kochplatte, über die mit einem Wisch gesäubert werden kann. 

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Drei Herdarten und jede so unterschiedlich damit auch du deinen idealen Herd zu deinen individuellen Bedürfnissen finden kannst.
 

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