Energiespartipps für zuhause: 5 Mythen auf dem Prüfstand

Im Internet kursieren zahlreiche Mythen rund um das Thema Energie. Welche sind falsch, welche sind wirklich etwas für Sparfüchse? Wir haben fünf davon unter die Lupe genommen und fassen wahre Energiespartipps zusammen.
von Christine Jerxsen

Hohe Energiekosten, mehr Nachhaltigkeit, weniger monatliche Ausgaben – es gibt viele Gründe, warum wir in unserem Alltag Energie sparen. Wir haben fünf Mythen zum Thema Energieverbrauch unter die Lupe genommen und hilfreiche Energiespartipps für zuhause im Überblick zusammengefasst.

❓ Mythos #1: „Eine voll aufgedrehte Heizung wird schneller warm.“

► Das ist falsch.

Je höher die Zahl auf dem Einstellkopf, desto schneller wird die Heizung warm? Tatsächlich stehen die Ziffern für eine bestimmte Temperatur, die die Heizung erreichen soll:

-        * = Frostschutz bzw. die Heizung läuft, sobald die Raumtemperatur auf unter 5 °C fällt und der Heizkörper einfrieren könnte
-        1 = heizt auf ca. 12 °C
-        2 = heizt auf ca. 16 °C
-        3 = heizt auf ca. 20 °C
-        4 = heizt auf ca. 24 °C
-        5 = heizt auf ca. 28 °C

Unser Tipp lautet daher: Schalte die Heizung nie vollständig ab, denn das Aufheizen von Stufe 0 verbraucht viel Energie. Wähle am besten die Frostschutz-Stufe, solange du die Heizung nicht brauchst. So erwärmst du einen Raum schneller.

💡 Energiespartipp #1: Drehe die Heizung genau auf die Stufe, die du erreichen willst.

❓ Mythos #2: „Ein Ladegerät in der Steckdose verbraucht ohne Elektrogerät keinen Strom.“

►Das stimmt nicht.

Das Ladegerät zieht auch beim Laden von elektrischen Geräten Strom – wenn auch nur sehr wenig. Unser Energiespartipp: Mit der richtigen Steckdose kannst du beim Laden von Smartphone, Laptop & Co. jede Menge Energie sparen. Wenn kein externes Gerät aufgeladen werden muss, entferne das Ladegerät von der Steckdose – so verbrauchst du in dieser Zeit keinen Strom.

💡 Energiespartipp #2: Nimm das Ladegerät aus der Steckdose, auch wenn kein Elektrogerät angeschlossen ist.

❓ Mythos #3: „Ein voller Kühlschrank ist energieeffizienter.“

► Das ist korrekt!

Ein fast leerer Kühlschrank verbraucht viel Energie, da beim Öffnen des Geräts mehr kühle Luft entweichen kann. Die Lebensmittel müssen dann wieder runtergekühlt werden. Allerdings ist ein zu voller Kühlschrank auch nicht empfehlenswert: Dieser benötigt viel Energie, um die Menge an Lebensmitteln überhaupt zu kühlen. Daher am besten den Kühlschrank ausreichend und richtig befüllen.

Unser Tipp: Ein Kühlschrank läuft täglich rund um die Uhr. Bei den Energiekosten kannst du sparen, wenn du einen günstigen Ökostromtarif nutzt – damit tust du obendrein auch der Umwelt etwas Gutes!

💡 Energiespartipp #3: Befülle den Kühlschrank immer ausreichend.

❓ Mythos #4: „Eco-Programme bringen nichts.“

► Das ist falsch.

Ein Eco-Programm der Waschmaschine oder Spülmaschine dauert zwar länger, reinigt aber bei niedrigen Temperaturen und benötigt nur wenig Energie. Dabei bringen schon diese einfachen Tipps bares Geld: Befülle die Waschmaschine oder Spülmaschine jedes Mal so voll wie möglich, dann ist das ECO-Programm auch im Hinblick auf den Wasserverbrauch effizient.

Unser Extra-Tipp fürs Energiesparen: Vor dem Einräumen in die Spülmaschine ist ein Vorspülen des Geschirrs nicht nötig. Es reicht, wenn grobe Essensreste entfernt werden. Erfahre in unserem Blogbeitrag mehr darüber, wie du mit der Spülmaschine Energie sparen kannst.

💡 Energiespartipp #4: Nutze das Eco-Programm bei Wasch- und Spülmaschinen, wenn du die Wahl hast.

❓ Mythos #5: „Ein Sparduschkopf hat einen großen Effekt auf den Energieverbrauch.“

► Das stimmt.

Duschen ist generell nachhaltiger als ein ausgiebiges warmes Bad – und energiesparender wird es mit einem Sparduschkopf. Wusstest du, dass etwa 15 Prozent der Energiekosten im Haushalt auf die Erwärmung von Wasser zurückgehen? Um Energie und Wasser zu sparen, ist insbesondere die Durchflussmenge des Wassers entscheidend.

Unser Tipp: Mit einem Sparduschkopf, der feinere Düsen oder einen Durchlaufbegrenzer hat, wird die Durchflussmenge des Wassers um bis zu 50 Prozent reduziert. Einen Einfluss auf den Wasserdruck hat das in der Regel nicht – beim Duscherlebnis wird es also keine Abstriche geben.

💡 Energiespartipp #5: Dusche mit einem Sparduschkopf.

Zu guter Letzt ein extra Tipp zum Stromsparen für Besitzer*innen eines E-Autos: Mit einem passenden Öko-Fahrstrom wird das Laden zuhause günstig und nachhaltig. Wer dann auch noch vorausschauend mit dem E-Auto fährt – also weniger unnötig bremst und beschleunigt –, spart zusätzlich Strom.

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Übersicht über Zählertypen

Doppeltarifzähler getrennte Messung

Sie haben zwei Zähler, einer davon besitzt zwei Zählwerke. Teilweise wird dieser Zählertyp auch Zweitarifzähler genannt.

Doppeltarifzähler gemeinsame Messung

Sie haben einen Zähler mit zwei Zählwerken. Dieser Zähler misst Haushaltsstrom und Wärmestrom zusammen.

Eintarifzähler getrennte Messung

Sie haben zwei Zähler mit jeweils einem Zählwerk. Ein Zähler ist für die Messung des Haushaltsstroms, der andere für die Messung des Wärmestroms zuständig.

Eintarifzähler gemeinsame Messung*

Sie haben einen Zähler. Dieser misst Haushaltsstrom sowie Wärmestrom gemeinsam. Eine Unterscheidung nach Stromverbrauch im Tages- bzw. Nachttarif ist nicht möglich.

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Ihr kombinierter Stromverbrauch aus Haushaltsenergie und E-Mobilität beträgt:

2500 kWh/Jahr
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