Lebensmittelverschwendung: Mit Apps und Co. für mehr Nachhaltigkeit

Jedes Jahr landen in Deutschland rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – einige Startups und Initiativen haben der Lebensmittelverschwendung schon länger den Kampf angesagt. Ihre Visionen haben sie in clevere Konzepte umgesetzt, um uns Verbrauchern noch mehr Möglichkeiten zu bieten, Speiseabfälle zu vermeiden.

In unserem Blogartikel stellen wir einige Apps und andere Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit vor.

Foodsharing

Die Online-Plattform Foodsharing rettet ungewollte oder überproduzierte Lebensmittel von privaten Haushalten sowie kleinen und großen Betrieben. Nach der Online-Registrierung als sogenannter „Foodsharer“ kann man Essenskörbe selbst anbieten oder welche abholen. Diese werden zum „Fairteiler“ gebracht, einem Umschlagplatz – das können Regale oder Kühlschränke in privaten oder kommunalen Räumen sein – für Lebensmittel, die dort gratis mitgenommen werden dürfen.

Zu gut für die Tonne!

Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat die Zu gut für die Tonne!-App entwickelt, die über 700 Kochrezepte enthält und häufig mit Lebensmittelresten zubereitet werden können. Bis zu drei Zutaten lassen sich dabei miteinander kombinieren und die App schlägt einem dann vielfältige Ideen vor: Von Klassikern bis hin zu neuen kulinarischen Inspirationen ist für jeden ein passendes Rezept dabei – allesamt von Sterneköchen oder leidenschaftlichen Hobbyköchen kreiert.

Too Good To Go

Die App wurde im April 2019 mit dem Zu gut für die Tonne!-Bundespreis 2019 in der Kategorie Digitalisierung ausgezeichnet. Too Good To Go vernetzt Restaurants, Bäckereien, Cafés, Supermärkte und Hotels mit Verbrauchern. Die Betriebe können dadurch ihre übriggebliebenen Lebensmittel und Gerichte zu einem wesentlich geringeren Preis verkaufen.

 

Etepetete

Die Webseite etepetete-bio.de bietet Bio-Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern an, die durch die strengen Produktvorgaben im Supermarkt in der Regel nicht verkauft werden. Auf der Webseite wählt man eine Box aus, die einem in selbst gewählten Lieferintervallen nach Hause geschickt wird. Dabei ist die Box für jede Überraschung gut, da man vorab nicht weiß, welches Obst oder Gemüse es nicht in die Supermarktregale schafft und somit in die Etetepete-Boxen kommt.

SirPlus

Zunehmend gibt es auch lokale Initiativen, die sich dem Thema annehmen. Für alle Berliner und aus der Umgebung: SirPlus ist ein Outlet-Store in Berlin für krumme Lebensmittel und Produkte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Hier werden nicht nur frisches Obst und Gemüse verkauft, sondern auch verpackte Trockenware, Backware sowie Getränke. Für alle Nicht-Berliner gibt es SirPlus auch online: Es liefert einzelne Produkte, aber auch Boxen nach Hause.

FreshIndex

Zum Schluss möchten wir dir noch den FreshIndex vorstellen, obwohl er sich noch im Entwicklungsmodus befindet. Der FreshIndex beschäftigt sich mit einem dynamischen Haltbarkeitsdatum (DHD), eine Ergänzung zum bisherigen Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Idee: Das DHD soll eine lückenlose Überwachung der Lager- und Transportbedingungen der Lebensmittel ab Produktionszeitpunkt gewährleisten. Dabei wird kein fixes Datum aufgedruckt, sondern die Haltbarkeit digital angezeigt werden, in einer App oder auf einem digitalen Preisschild. Solange das Produkt temperaturüberwacht wird, aktualisiert sich der Index automatisch.

Unsere kleine Auswahl an Apps und Initiativen zeigt, dass ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln gar nicht so schwer ist. Gemeinsam können wir viel Gutes tun und Lebensmittelverschwendung vermeiden. Mach auch du mit und rette Lebensmittel! 
 

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