Stromverbrauch -996

Dem eigenen Stromverbrauch auf der Spur

11. Juli 2016 by 123energie

Wissen Sie aus dem Kopf, wie hoch Ihr Stromverbrauch im letzten Jahr war? Wenn nein: Ein Blick in die letzte Stromrechnung lohnt sich in jedem Fall. Denn je nachdem wie energiesparend Sie bisher haushalten, kann Ihnen das zukünftig eine ganze Menge Geld einbringen. Insbesondere dann, wenn Ihr Stromverbrauch verhältnismäßig hoch ist.

 

Um einschätzen zu können, was der Wert Ihres Stromanbieters genau bedeutet, sollten Sie den durchschnittlichen Jahresverbrauch in deutschen Haushalten kennen und Ihren eigenen Stromverbrauch damit vergleichen. Grundsätzlich spielen beim Vergleich des Stromverbrauchs drei Faktoren eine Rolle:

 

·         Haushaltsgröße

·         Warmwasser mit oder ohne Strom

·         Wohnung oder Einfamilienhaus/Mehrfamilienhaus

 

Pro-Kopf-Verbrauch in größeren Haushalten meist kleiner

 

Logisch: Je mehr Personen sich einen Haushalt teilen, desto höher wird der Stromverbrauch. Doch meist teilen sich Familienmitglieder oder WG-Bewohner bestimmte Geräte, wie z. B. den Kühlschrank oder die Waschmaschine. Daher ist der Stromverbrauch in Mehr-Personen-Haushalten in der Regel proportional geringer als in Single-Haushalten. Das gemeinsame Wohnen fördert also die Energieeffizienz.

 

Der Faktor Warmwasser spielt ebenfalls eine große Rolle. Denn in einigen Haushalten wird dieses noch mit Strom durch Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher erzeugt. Dadurch erhöht sich der Stromverbrauch im Vergleich zu Haushalten, die ihr Wasser mit Gas erwärmen. Eine Wohnung ist zudem stromsparender als ein Ein- oder Mehrfamilienhaus, weil für letzteres auch noch Außenbeleuchtung, Garage & Co. ins Gewicht fallen.

 

Durchschnitt für 2-Personen-Haushalte: 2900 kWh

 

Doch wie hoch ist nun der durchschnittliche Jahresverbrauch? Für Single-Haushalte liegt der Stromverbrauch bei 1700 kWh, für 2-Personen-Haushalte bei 2900 kWh, für 3-Personen-Haushalte bei 3900 kWh und für 4-Personen-Haushalte bei 4500 kWh. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat eine Stromsparinitiative in Gang gesetzt und in diesem Zuge den „Stromspiegel für Deutschland“ veröffentlicht. In ihm sind die Vergleichswerte für den Stromverbrauch noch differenzierter und nach oben genannten Kriterien dargestellt.

So berechnen Sie Ihren Stromverbrauch

 

Wie können Sie nun Ihren eigenen Stromverbrauch berechnen und im Griff halten? Es gibt verschiedene Wege, um Stromfressern auf den Grund zu gehen: Zum einen können Sie in den Gebrauchsanleitungen Ihrer Geräte nachschauen und ermitteln, ob Sie zum Beispiel einen stromsparenden Fernseher gekauft haben oder ihn besser öfter ausgeschaltet lassen sollten. Manchmal finden Sie dazu auch online Angaben.

 

Eine andere Möglichkeit ist es, von Verbraucherzentralen oder Stadtwerken sogenannte Strommessgeräte kostenlos auszuleihen. Diese klemmen Sie dann zwischen Steckdose und Endgerät und können so sehen, welche Wattzahl angezeigt wird. Beispiel: Ein Fernseher mit einer Wattzahl rund um 100 bis 150 ist sparsam. Alle Werte, die deutlich darüber liegen, deuten darauf hin, dass Ihr Gerät enormen Strombedarf hat. 

 

Multimedia-Geräte auf dem Vormarsch

 

Bis vor einigen Jahren waren es vor allem Kühl- und Gefriergeräte, die besonders viel Strom verbrauchten, speziell dann, wenn sie bereits viele Jahre auf dem Buckel hatten. Doch auch beim Waschen und Trocknen bietet sich ein großes Einsparpotenzial.

 

Durch die enorme Verbesserung der Technik sind es seit geraumer Zeit Multimediageräte wie Fernseher, Computer und ipads, die zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt zählen – Tendenz: steigend. Achten Sie beim Neukauf also auf den Stromverbrauch und schalten Sie die Geräte mit Bedacht ein und nur dann, wenn Sie sie auch verwenden! Beim Blick auf die nächste Stromrechnung werden Sie dankbar sein …