Energiewende in Deutschland | Infos und Hintergründe

Die Energiewende in Deutschland – und was Sie persönlich tun können

16. Juni 2016 by 123energie

Spätestens seit dem Reaktorunglück in Fukushima ist die Energiewende in vollem Gange. 2011 war bei einer Kernschmelze im japanischen Kraftwerk radioaktives Material freigesetzt worden und hatte Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der Umgebung kontaminiert. In Deutschland beschloss die Politik daraufhin, dass die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke und das Kernkraftwerk Krümmel sofort abgeschaltet sowie alle übrigen Reaktoren bis 2022 stillgelegt werden.

Umstieg auf regenerative Quellen als Teil der Lösung

Das Beispiel Fukushima hat noch einmal nachhaltig bewiesen, wie gefährlich die Kernenergie für die Gesundheit ist. Auch die Nutzung anderer fossiler Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas stellt ein Problem dar, da diese Quellen zum einen endlich und zum anderen ökologisch nicht sinnvoll sind. Als Lösung der globalen Energieprobleme wird daher die Energiewende angesehen. Das bedeutet: Umstieg auf regenerative und damit saubere Energiequellen. Diese sind:

  • Sonnenenergie (z. B. Photovoltaik oder Solarenergie)
  • Windenergie
  • Wasserkraft
  • Erdwärme/Geothermie
  • Energie aus Biomasse

CO2-Emissionen einsparen ist das Ziel

Das Ziel dabei: CO2-Emissionen einsparen – bis 2020 sollen es mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 sein, so sehen es die Pläne der Bundesregierung vor. Erste Erfolge brachte die Energiewende schon: In Deutschland wurden im Jahr 2014 insgesamt 4,3 Prozent weniger Treibhausgase emittiert als im Vorjahr. Im Sommer 2014 trat zudem ein Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG) in Kraft, mit dem Ziel "den Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch stetig und kosteneffizient auf mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050 zu erhöhen." Auch die Wirtschaft profitierte, denn dank der Erschließung neuer Weltmärkte im Zusammenhang mit der Energiewende wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ihr Beitrag zur Energiewende: Strom- und Gasanbieter prüfen, Energieverbrauch senken

Doch was kann jeder Einzelne zur Energiewende beitragen? Zum einen sollte jeder Verbraucher prüfen, bei welchem Anbieter er Strom und Gas bezieht. Und dann gegebenenfalls handeln und auf Quellen umstellen, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Bei 123energie finden Sie entsprechende Öko-Tarife, die den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Zum anderen geht es darum, den Energieverbrauch in den Bereichen Haushalt, Verkehr und Konsum generell zu senken, um die Energiewende voranzutreiben. Dies können Stromeinsparungen an Geräten wie Fernseher oder Kaffeemaschine sein oder aber eine andere Fahrweise mit dem Auto, die weniger Kraftstoff benötigt. Weitere Maßnahmen für eine gelungene Energiewende können sein, alte Glühbirnen zu ersetzen und dafür Leuchtmittel zu installieren, die weniger Strom verbrauchen. Oder mit den richtigen Tricks Heizkosten zu reduzieren. Drei Viertel des Energieverbrauchs im Haushalt nimmt das Heizen ein. Für Umwelt wie Geldbeutel also gleichermaßen eine lohnenswerte Investition im Rahmen der Energiewende.

Für die Energiewende braucht es die Gemeinschaft

Jeder Mensch kann seinen ganz eigenen Beitrag zur Energiewende leisten. Denn nur, wenn der Einzelne den Energieverbrauch in seiner unmittelbaren Umgebung, in seiner Familie, seinem Heim und an seinem Arbeitsplatz im Blick hält, lässt sich die Energiewende effizient und vor allem nachhaltig herbeiführen. Und nur so kann es gelingen, Katastrophen mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt, wie eben jene in Fukushima, zu verhindern. Damit unser Planet auch für künftige Generationen lebenswert bleibt.