Energielabel & Energieeffizienzklassen - 1026

Energielabel und Energieeffizienzklasse – was ist das und was bedeutet es?

10. Oktober 2016 by 123energie

Stellen Sie sich vor, Sie möchten sich ein neues Haushaltsgerät zulegen. Natürlich soll die Neuanschaffung in gewisser Weise Erleichterungen bringen und vieles mehr: Ist die Handhabung einfach? Habe ich einen praktischen Vorteil dadurch? Macht es vielleicht sogar Spaß?

 

Bei der Kaufentscheidung sollte aber auch ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch eine Rolle spielen. Damit diese Werte für Sie als Verbraucher schnell erkennbar sind und als Orientierung dienen, wurde 1996 das sogenannte Energielabel gesetzlich vorgeschrieben.

 

Farbskalen, Piktogramme – Hauptsache leicht erkennbar!

 

Dieses liefert standardisierte, umweltrelevante Daten wie etwa zum Strom- und Wasserverbrauch des Gerätes oder zu Geräuschemissionen sowie Informationen hinsichtlich der Gebrauchseigenschaften, also welchen Nutzinhalt und welches Fassungsvermögen das potenziell neue Elektrogroßgerät zum Beispiel hat.

 

Nach dem Verbrauch richtet sich dann die Energieeffizienzklasse, in die es eingeteilt wird. Dabei erleichtern Farbskalen und sprachneutrale Piktogramme das Verständnis. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Absatz von energiesparenden Elektrogeräten zu fördern.

 

Die Energieeffizienzklassen im Überblick

 

Je nach Haushaltsgerät gibt es unterschiedliche Energieeffizienzklassen, die in Anlehnung an das britische und amerikanische Schulsystem eingeführt wurden. Da der technische Fortschritt insbesondere in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen ist, haben sich die Energieeffizienzklassen regelmäßig verändert und sie verändern sich auch stetig, damit sie sich an aktuelle Gegebenheiten anpassen und weiterhin Aussagekraft haben.

 

Hier eine Übersicht, wie der Stand des Energielabels im Jahre 2016 ist:

 

       Bei Kühl- und Gefriergeräten sowie Waschmaschinen und Geschirrspülern gibt es seit Ende 2011 die Klassen A+++ bis D.

       Für Wäschetrockner ist das neue EU-Label mit den Klassen A+++ bis D seit Mai 2013 Pflicht.

       Staubsauger werden seit September 2014 mit den Klassen A bis G neu gekennzeichnet.

       Elektro-Backöfen werden seit Januar 2015 in die Klassen A+++ bis D eingruppiert. Gas-Backöfen fallen erst seit kurzem unter die Kennzeichnungspflicht.

       Dunstabzugshauben tragen seit 2016 die Energieeffizienzklassen A+ bis F.

       Für Kochfelder gibt es kein Energieetikett.

       Seit Anfang 2014 steht bei allen Fernsehgeräten, die neu in den Handel kommen, A+ als beste Klasse auf dem Label. Man findet aber auch schon die Einteilung A++ bis E.

 

Nicht nur auf die Energieeffizienzklasse achten!

 

Was bedeuten diese Energieeffizienzklassen nun? A+++ bzw. A++ (Fernseher), A+ (Dunstabzugshauben) und A (Staubsauger) sind grundsätzlich das Nonplusultra! Hier haben Sie die niedrigsten Energiewerte und somit die größten Einsparungen. Allerdings sollten Sie immer auch auf den absoluten Energieverbrauch achten. Denn besonders große Fernseher haben vielleicht eine top Effizienzklasse, weil sie relativ gesehen sparsam sind, verbrauchen aber dennoch zu viel Energie im Vergleich zu einem kleineren Gerät.

 

Und da sich die Energieeffizienzklassen wie bereits erwähnt von Zeit zu Zeit ändern, sollten Sie sich auch auf dem Laufenden halten. Ein Kühlschrank mit der Auszeichnung A war zum Beispiel vor einigen Jahren noch ein sehr energiesparendes Gerät, doch mittlerweile ist es, was Umweltfreundlichkeit angeht, nur noch viertklassig. Vor jedem Kauf empfiehlt es sich also noch mal genau nachzuschauen und dann die einzelnen Werte auf dem Energielabel miteinander zu vergleichen.